Ist die Musikindustrie am Ende ?

lat. industria - Betriebsamkeit, Fleiß

Musik ist Kunst, aber Musik ist seit der Erfindung des Warentausch und des Geldes und nicht zuletzt seit Erfindung von Tonträgern auch zur Ware geworden.

Dabei wurde und wird nicht nur die Musik an sich verkauft, sondern auch das Image der Musiker und alles was sich rund um die Musik zu Geld machen lässt.

Die Industrialisierung der Musik führt jedoch zu erheblichen Problemen. Musik wird von den verantwortlichen Vermarktern nicht mehr als Kunst betrachtet, sondern alleine als Handelsware und damit geht der eigentliche Wert dieser Kunstform verloren. Dieser Werteverlust ist dabei in den Köpfen der Konsumenten angekommen.

Wie kann dies geändert werden ?

Die klassische Vermarktung von Musik gibt dem Konsumenten einen Preis vor, welchen er entweder bereit ist zu bezahlen, oder eben nicht. Dieses Prinzip funktionierte in der Blütezeit der Branche hervorragend, da qualitativ hochwertige Tonträger, aber auch Kopien nicht von jedermann herstellbar waren und eine massenhafte Verbreitung illegaler Kopien nur mit hohem Aufwand und hoher krimineller Energie möglich gewesen ist.

Durch die hohe Verbreitung der neuen Medien und die Möglichkeit analoge, aber vor allem digitale Raubkopien problemlos zu erstellen und vor allem problemlos massenhaft digital über z.B. das Internet zu verbreiten, wird dieses Prinzip der freien Preisgestaltung durch den Vermarkter massiv untergraben und im Prinzip ad absurdum geführt. Jeder Tonträger, jede Musik ist frei verfügbar und alle Gegenmaßnahmen, der Musikindustrie, die zumeist auf Strafmaßnahmen aufbauen, greifen nicht.

Diesem Umstand möchte fairdownload.de entgegentreten.

Das Prinzip von fairdownload.de gibt die Verantwortung für den Wert der Ware Musik wieder an diejenigen zurück, die mit ihrem Kauf darüber entscheiden, was sie mögen, was ihnen gefällt und was sie auch in Zukunft hören möchten, den Konsumenten.

Übertragen aus dem Bereich Merchandising bekommt der Konsument die Wahlfreiheit zurück, welchen Betrag er bereit ist für die Ware Musik zu bezahlen.

Die zum Download angebotenen Tracks und Alben lassen, nach dem Straßenmusikerprinzip, dem Konsumenten die Freiheit, neben einem für die Kostendeckung notwendigen niedrigen Grundpreis, auch eine höhere Summe für die von ihm gewünschte Musik zu bezahlen.

Was ist der Sinn ?

Es muss ein Umdenken stattfinden auf allen Seiten. Zum einem muss dem Konsumenten klar verdeutlicht werden, dass Musikproduktionen ihren Wert haben, aber auch ihren Preis.

Dabei gilt es zu trennen zwischen dem ideellen Wert der Musik als Kunstform und den wirtschaftlichem Aspekten als Produkt und Handelsware.

Dem Konsumenten muss verdeutlicht werden, das die Kosten für hochwertige Musikproduktionen sich durch den Verkauf amortisieren müssen, damit nachfolgende Produktionen realisierbar sind. Transparenz ist erforderlich.

Für diese Transparenz bietet fairdownload.de die notwendige Plattform. Wir verstehen uns als Mittler zwischen Musiker und Produzenten auf der einen Seite und dem Konsumenten auf der anderen. Transparenz erfordert Redlichkeit, Redlichkeit erfordert Ehrlichkeit.

Dabei gilt es auf Prämissen aufzubauen.

Dem Konsumenten muss verdeutlicht werden, dass einer der Gründe Musik zu vermarkten die Gewinnerzielungsabsicht ist, welche sich jedoch der Kunst gegenüber, nach dem fairdownload.de-Prinzip, neutral verhalten sollte.

Bei den Musikern, Produzenten und der Musikindustrie muss ein Umdenken stattfinden, Musik nicht mehr alleine als Handelsware zu betrachten.

Sie wird es in einigen Bereichen immer bleiben, aber fairdownload.de sucht die Musiker und Produzenten, die ihre Musik nicht nur unter marktwirtschaftlichen Aspekten betrachten, sondern bereit sind, sich mit dem Konsumenten auf einen Kompromiss zu einigen.

Dieser Kompromiss und die Vereinbarung besteht darin, dass den Musikern und Produzenten, durch z.B. einen Download oder den Erwerb eines Tonträgers des Konsumenten von fairdownload.de, das Recht zugestanden wird mit der Vermarktung der Musik Geld zu verdienen, auch mehr Geld (Gewinn) als die Produktion erfordert, das aber eben diese Produktionskosten offengelegt werden (notariell beglaubigt und nachprüfbar) und diese als Counter neben dem Track oder Album veröffentlicht werden und sich bei jedem Kauf dieser Betrag verringert.

Somit hat der Konsument die Wahlfreiheit, durch z.B. die Auswahl höhere Beträge als den Grundpreis für die Bereitstellung zum Download, seinen Künstler, Künstlerin oder Band schneller in die kostenneutrale Zone oder bei Gefallen auch in die Gewinnzone zu bringen, um damit auch spätere Produktionen zu ermöglichen.

Diese Vorgehensweise stellt wieder den Wert der Musik als Kunst und die Leistung der Musiker in den Vordergrund für den das Publikum gerne bereit ist eine geldwerte Gegenleistung zu erbringen, und zwar weil diese Kunst gefällt und nicht weil sie durch Marketing aufgezwungen und durch Überwachung kontrolliert wird.

01. September 2006 +++ Im Wissen, dass es noch viele offene Fragen gibt,  arbeiten wir weiter an diesem Konzept . Ihr fairdownload.de Team +++